Schulen leiden nach wie vor unter Pandemie

Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie haben sich mehrere Lehrer- und Bildungsverbände besorgt über die Situation der Schulen in Niedersachsen geäußert. Die Vorsitzenden der Verbände kritisierten am Dienstag, dass die Landesregierung nicht genügend getan habe, um die digitale Ausstattung an den Schulen voranzutreiben und einen ausreichenden Infektionsschutz zu gewährleisten. “Wir haben immer noch genügend Schulen, deren Internetanbindung unterirdisch schlecht ist”, sagte Ralph Böse, Vorsitzender des Berufsschullehrerverbands Niedersachsen.

Die Aufnahme und Integration von aus der Ukraine geflüchteten Schülerinnen und Schülern stellt die Bildungseinrichtungen nach Angaben des Vorsitzenden des Verbands Niedersächsischer Lehrkräfte, Torsten Neumann, nun vor zusätzliche Herausforderungen. Die Klassen würden noch voller und bestünden teilweise aus bis zu 36 Kindern. Auch wenn die Lehrkräfte sich große Mühe gäben, sei nicht genügend Personal vorhanden, um die Schüler aufzufangen. Zusätzlich fielen derzeit viele Kollegen krankheitsbedingt aus. “Dann müssen noch weniger noch mehr übernehmen.”

Die Bildungsverbände forderten das Kultusministerium auf, schnell und unbürokratisch Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Schulen zu unterstützen und zu entlasten.