
Die russische Armee hat im Krieg gegen die Ukraine bereits hohe Verluste verzeichnen müssen. Nun sollen wohl Offiziere an vorderster Front kämpfen. Dieses Vorgehen birgt eine große Gefahr für Moskau.Nach Einschätzung britischer Geheimdienste schickt Moskau offenbar ranghohe Offiziere an die vorderste Front im Krieg gegen die Ukraine. Allerdings gebe es bislang keine Anzeichen darauf, dass die Anwesenheit dieser Offiziere im Gefecht zu einem verbesserten Einsatzkonzept geführt habe, hieß es am Sonntag in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums. Planungsfehler würden weiterhin einen Fortschritt der Russen untergraben.Die Ursache dafür, dass Moskau nun auf Offiziere zurückgreift, sieht der Geheimdienst in den hohen Verlusten der russischen Truppen begründet. Dem Bericht zufolge führe die Strategie Russlands jedoch auch zu überproportional hohen Verlusten unter den russischen Offizieren.
Auch viele russische Generäle sind bereits gefallen
Auch viele russische Generäle haben im Ukraine-Krieg bereits ihr Leben gelassen, Experten zufolge hat Moskau bereits knapp die Hälfte der hochrangigen Militärs im Kampf verloren. Wolfgang Richter, Experte für Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) sah im Gespräch mit t-online dafür gleich mehrere Gründe: “Das liegt zum einen daran, dass die Ukraine einen sehr guten elektronischen Kampf führt”, sagt Richter. Sie könne elektronisch aufklären, wo die Quellen der Funkgespräche herkommen und greife anschließend die entsprechenden Gefechtsstände an, wo sich dann auch die Generäle aufhielten.